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Aktuell

Freiwilliges ASP-Früherkennungsprogramm Hausschweine, Anwendung Artikel 3 Nummer 3 Durchführungsbeschluss 2014/709/EU in Friedenszeiten

Um im Falle des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen, Hausschweine unter erleichterten Bedingungen aus einer Restriktionszone verbringen zu können, kann bereits jetzt mit einer freiwilligen Intensivierung der ASP-Früherkennung in den rheinland-pfälzischen Schweine haltenden Betrieben begonnen werden (Rechtsgrundlage: Artikel 3 Nummer 3 des Durchführungsbeschlusses 2014/709/EU sowie § 14 f der Schweinepest-Verordnung). Es geht um die -im umgangssprachlichen Sinn- sogenannten „Statusbetriebe“, welche bereits jetzt die Voraussetzungen zur Erlangung dieses „Status“ schaffen können.

 

Beigefügt erhalten Sie die Musterdokumente wie sie den zuständigen Veterinärämtern vorliegen. Die Dokumente wurden in Anlehnung an das niedersächsische Modell und die dort herausgegebenen Dokumente erstellt. Den Dokumenten und der Umsetzung in Rheinland-Pfalz (RP) sind intensive Überlegungen und Abwägungen verschiedener Möglichkeiten vorausgegangen, aus denen letztlich diese für RP derzeit im EU-Rahmen umsetzbarste Lösung hervorgegangen ist. Eine Probenahme der verendeten Hausschweine an der TBA hat sich aus verschiedenen Gründen leider als nicht umsetzbar dargestellt. Wir sind uns bewusst, dass es trotz allem zu Umsetzungsschwierigkeiten kommen kann. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Dokument Ablauf ASP-Früherkennung.

 

Die Kosten der virologischen Untersuchungen im LUA betragen ca. 13,- Euro je gepoolter Probe und 37,- Euro je Einzelprobe. Dankenswerterweise übernimmt die Tierseuchenkasse Rheinland-Pfalz bei diesem ASP-Früherkennungsprogramm 70% der Kosten der im LUA durchgeführten Labor-Untersuchungen (virologische Untersuchung von Blut- bzw. Milzproben). Alle weiteren Kosten sind vom Tierhalter zu tragen.

 

Betriebe ohne den sogenannten „Status“ müssten – sofern sie in einer ASP-Restriktionszone liegen - beim Verbringen von Zucht- und Nutzschweinen alle Tiere beproben lassen (bei Schlachtschweinen gibt es eine Stichprobe). Allerdings besteht natürlich auch die Möglichkeit, erst mit dem Auftreten der ASP bei Wildschweinen mit der Erlangung des „Status“ zu beginnen, was im günstigsten Fall mindestens vier Monate dauern würde. Weiterhin kann keine Garantie dafür gegeben werden, dass die Voraussetzungen der EU zur Erlangung des ASP-Status so bleiben wie sie derzeit sind.

 

Tierärzte, die im Rahmen dieses ASP-Früherkennungs-Programms in den Schweine haltenden Betrieben die Proben nehmen sollen, müssen sich zuvor bei ihrem Veterinäramt melden und für diese Aufgabe ermächtigen lassen.

 

Tierhalter sollten individuell entscheiden, ob sich das Verfahren für den jeweiligen Betrieb rechnet und sinnvoll erscheint. Die Anmeldung zu diesem freiwilligen Programm erfolgt nach Rücksprache mit Ihrem Veterinäramt.

 

Für allgemeine Rückfragen stehen Ihnen das LUA und das MUEEF zur Verfügung, bei einzelbetrieblichen Fragen wenden Sie sich bitte an das zuständige Veterinäramt.

 

Ablauf ASP-Früherkennungsprogramm

Muster Anmeldung Betrieb ASP-Früherkennungsprogramm

Muster Checkliste Kontrolle Biosicherheit ASP-Früherkennungsprogramm

Muster Erfüllung Voraussetzungen ASP-Früherkennungsprogramm

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