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Leitfaden zur Konfrontation mit Animal Hoarding

Leitfaden zur Konfrontation mit Animal Hoarding

10-Punkte-Konzept für Amtstierärzte sowie andere betroffene Personenkreise und Institutionen

1. Langfristige Veränderungen können nur von den betroffenen Tierhaltern und Tierhalterinnen selbst ausgehen, sodass im Vordergrund ein fördern der Selbsterkenntnis steht.

2. Die Individualität der Persönlichkeiten und Fälle sind strikt zu berücksichtigen, ein mechanisiertes und schematisches Vorgehen sollte vermieden werden.

3. Es empfiehlt sich, eine zugewandte Konsequenz gegenüber dem Tierhalter oder der Tierhalterin anzuwenden. In der Umsetzung bedeutet das, die Person zu akzeptieren, Abhängigkeiten oder Fehlverhalten hingegen abzulehnen.

4. Im Hinblick auf den Persönlichkeitstyp der der Tierhalter sollten Tiere in einer überschaubaren Anzahl (z.B. kastriert, gleichgeschlechtlich) belassen werden.

5. Die Anwesenheit von Kindern in der Familie erfordert besondere Aufmerksamkeit und großes Einfühlungsvermögen, damit sich die Probleme in der nächsten Generation nicht potenzierten.

6. Durch Vernetzung der verschiedenen Zuständigkeiten (Sozialämter, Jugendämter, Sozialdienste, etc.) können Konfliktlösungen in einer konstruktiven Zusammenarbeit gefunden und umgesetzt werden.

7. Anzustreben ist eine psychologische, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung der Tierhalter. Dafür sind aber sowohl deren Einverständnis als auch Mitarbeit zwingend erforderlich (vgl. Punkt 1).

8. Unabdingbar sind zeitnahe und regelmäßige Nachkontrollen durch die Amtstierärzte. Von grundlegender Bedeutung, aber außerhalb der veterinärmedizinischen Zuständigkeit und deren direkter Einflussnahme, sind die beiden abschließenden Empfehlungen 9 und 10:

9. Zukünftig sind umfassende gesetzliche Vorgaben für die Haltung, das Züchten und Handeln aller Tierarten notwendig. Optimal wären zudem sachkundige oder geschulte Juristen, die speziell für Tierschutzangelegenheiten ausgebildet sind.

10. Für die betroffenen Tierhalter ist eine humanmedizinische Diagnosestellung mit nachfolgender Möglichkeit zur Therapieerstellung erforderlich.

Quelle: https://www.bundestieraerztekammer.de/btk/dtbl/archiv/artikel/9/2012/Animal-Hoarding-Das-krankhafte-Sammeln-von-Tieren.

 

Zeitungsartikel Rheinpfalz vom 05.10.2019

Verfügbarkeit von BTV Impfstoffen

Die StIKo Vet hat in einer kurzen Mittelteilung eine Abfrage unter den einschlägigen Impfstoffherstellern zur Verfügbarkeit von Impfstoffen von Blauzungenkrankheit veröffentlicht. Die Mitteilung findet sich auf der Homepage der StIKo Vet unter www.stiko-vet.de.

Handreichung Aktionsplan Kupierverzicht

Handreichung Aktionsplan Kupierverzicht Stand 22.05.2019

Das Papier wurde von der AG Tierschutz der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz am 22.05.2019 abgestimmt. Es dient der dient der Orientierung bei der Umsetzung des Aktionsplans zur Einhaltung der Rechtsvorschriften in Bezug auf das Schwänzekupieren beim Schwein.

Ankündigung mehrerer ATF-Fortbildungen für Tierärzte

ATF/Vetion: E-Learning: Salmonelleninfektionen bei Schweinen und Maßnahmen zur Reduktion, vom 17.04.2019 – 12.04.2020 unter

https://www.bundestieraerztekammer.de/atf/fortbildung/2019/04/e-salmonellen-schwein-19-20/

Das Programm als PDF zum Download

 

 

Blauzungenkrankheit: Memorandum mit den Niederlanden zur Verbringung von unter 90 Tage alten Kälbern

Laut Mitteilung des BMEL kommt folgendes Memorandum zwischen den Niederlanden und Deutschland für das innergemeinschaftliche Verbringen von unter 90 Tage alten Kälbern aus der deutschen Blauzungen-BTV-8 Restriktionszone in die Niederlande ab sofort zur Anwendung.

Stellungnahme der StIKo Vet zur aktuellen BTV-Situation

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIko Vet) weist auf die anhaltende Notwendigkeit hin, Rinder und kleine Wiederkäuer durch eine Impfung gegen das Blauzungenvirus vor der Erkrankung zu schützen.

Stellungnahme

Pressemitteilung "Nutztierärzte für Blauzungen-Impfpflicht"

Presseinformation der Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz vom 25.01.2019