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Blauzungenvirus: Erreger grassiert noch immer in Rheinland-Pfalz

Tierseuchenbekämpfung
Blauzungenvirus: Erreger grassiert noch immer in Rheinland-Pfalz

Es war eine trügerische Ruhe: Das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) ist weiterhin in der rheinland-pfälzischen Tierpopulation vorhanden. Das Landesuntersuchungsamt (LUA) hat den Erreger bei drei Rindern aus einem Bestand im Kreis Südwestpfalz nachgewiesen. Es ist der erste Nachweis in Rheinland-Pfalz seit Januar dieses Jahres.

Die Tierseuche war im Dezember 2018 in Baden-Württemberg ausgebrochen und im darauffolgenden Monat auch in fünf Betrieben in Rheinland-Pfalz festgestellt worden. Seit Beginn des Ausbruchs hat das LUA mehr als 40.000 Blutproben empfänglicher Tiere auf das Virus untersucht.

Als Hauptüberträger gelten kleine blutsaugende Mücken (Gnitzen). Für den Menschen ist der Erreger ungefährlich. Fleisch und Milch infizierter Tiere können ohne Bedenken verzehrt werden.

Nach den Nachweisen im Januar hatte das LUA ganz Rheinland-Pfalz zum Restriktionsgebiet erklärt. Demnach muss jeder, der im Sperrgebiet für das Virus der Blauzungenkrankheit empfängliche Tiere hält – also alle Wiederkäuerarten wie z. B. Rinder, Schafe, Ziegen, Lamas, Alpakas oder Wildwiederkäuer in Gehegen – dies unverzüglich dem Veterinäramt seiner Kreisverwaltung mitteilen.

Auch die im Januar angeordneten Einschränkungen für den Handel gelten nach wie vor: Empfängliche Tiere dürfen grundsätzlich nicht aus dem Sperrgebiet in restriktionsfreie Gebiete verbracht werden. Dies gilt auch für Samen, Eizellen oder Embryonen. Ausnahmen sind unter Auflagen möglich, etwa wenn die Tiere nachweislich geimpft sind.

Auch wenn der derzeitige Seuchenzug nur mit wenig ausgeprägten Krankheitsanzeichen einhergeht, sind diese oder der Verdacht darauf ebenfalls sofort beim Veterinäramt anzuzeigen. Schafe können gering bis stark ausgeprägte Symptome zeigen, bei Rindern und Ziegen verläuft die Erkrankung meist ohne eindeutig erkennbare Krankheitsanzeichen. Mögliche Symptome können sein: Fieber, Apathie, Zyanosen (Blaufärbung), Geschwüre und Nekrosen in Haut und Maulschleimhaut, an Lippen, Flotzmaul, Zitzen und Euter sowie an den Gliedmaßen mit eventuell einhergehender Lahmheit.

Impfung schützt Tiere

Eine Impfung empfänglicher Tiere gegen die Blauzungenkrankheit ist zu empfehlen, da sie einen Schutz vor der Erkrankung bietet und den Transport von Tieren aus dem Restriktionsgebiet ermöglicht. Derzeit existieren mehrere in Deutschland zugelassene BTV-8-Impfstoffe für Rinder und Schafe. Für Ziegen kann der Impfstoff vom Tierarzt umgewidmet werden.

Die Impfung darf nur von Tierärzten durchgeführt werden. Wer seinen Bestand gegen den aktuell grassierenden Serotyp 8 des Blauzungen-Virus schützen lassen möchte, wendet sich an seinen Hoftierarzt. Damit Tiere als geimpft gelten, muss die Impfung im Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) dokumentiert werden.

 

Quelle: Landesuntersuchungsamt Koblenz

Ankündigung mehrerer ATF-Fortbildungen für Tierärzte

 

- ATF: Aktuelles aus der Rindermedizin, am 28.02.2020 in Rostock

http://www.bundestierärztekammer.de/atf/fortbildung/2020/02/rinder-rostock

-  ATF: 7. Rechtsseminar für gutachterlich tätige Tierärzte - Kastration im Brennpunkt der Forensik, am 13.03.2020 in Gießen

http://www.bundestierärztekammer.de/atf/fortbildung/2020/03/forensik-giessen/

-  ATF: Dahlemer Diätetikseminare: Tierernährung in der Praxis - Basisseminar zur Rationsberechnung bei Hund und Katze, am 28.03.2020 in Berlin

http://www.bundestierärztekammer.de/atf/fortbildung/2020/03/diaetetik-2-berlin/
 

-       ATF: Homotoxikologie/Bioregulatorische Tiermedizin Kurs B, vom 24.04. bis 25.04.2020 in Espenau

http://www.bundestierärztekammer.de/atf/fortbildung/2020/04/homotoxikologie-b-espenau/

- ATF: Dahlemer Diätetikseminare: Tierernährung in der Praxis - Junghundernährung: Möglichkeiten der Rationsgestaltung und häufige Fütterungsfehler, am 30.09.2020 in Berlin

http://www.bundestierärztekammer.de/atf/fortbildung/2020/09/diaetetik-3-berlin/

-       ATF: Praxisseminar TCM / Akupunktur Pferd - Niere: Akupunktur und tonisierende TCM-Rezepturen, am 21./22.03.2020 in Oer-Erkenschwick / Marl

http://www.bundestierärztekammer.de/atf/fortbildung/2020/03/praxisseminar-akupunktur-tcm-pferd-oer-erkenschwick/

-       ATF: Physikalische Therapie I: Einführung in die Physikalische Therapie / Massage, am 20./21.06.2020 in Berlin

http://www.bundestierärztekammer.de/atf/fortbildung/2020/06/physio-kurs1-berlin/

-       ATF: Physikalische Therapie II: Bewegungstherapie / neurophysiologische Grundlagen, am 12./13.09.2020 in Berlin

http://www.bundestierärztekammer.de/atf/fortbildung/2020/09/physio-kurs2-berlin/

-       ATF: Physikalische Therapie: Praxis-Seminar, am 30.10./01.11.2020 in Berlin

 http://www.bundestierärztekammer.de/atf/fortbildung/2020/10/physio-praxis-berlin/

 

 

Onlinefortbildungen:

-       ATF/Vetion.de GmbH: E-Learning: Aufbaukurs Bienen, vom 01.05.2020 bis 30.04.2021 unter www.myvetlearn.de

http://www.bundestierärztekammer.de/atf/fortbildung/2020/05/e-bienen-aufbaukurs/

-       ATF/Vetion.de GmbH: E-Learning-Reihe: Operationen beim Kleintier - Weichteilchirurgie Teil 1, vom 01.01.2020 bis 31.05.2025 unter www.myvetlearn.de

http://www.bundestierärztekammer.de/atf/fortbildung/2020/01/e-op-reihe-kleintier-weichteil1/

-       ATF/Vetion.de GmbH: E-Learning-Reihe: Operationen beim Kleintier - Weichteilchirurgie Teil 2, vom 15.03.2020 bis 31.05.2025  unter www.myvetlearn.de

http://www.bundestierärztekammer.de/atf/fortbildung/2020/03/e-op-reihe-kleintier-weichteil2/

-       ATF/Vetion.de GmbH: E-Learning-Reihe: Operationen beim Kleintier - Knochenchirurgie und Probenentnahme, vom 09.01.2021 bis 31.05.2025 unter www.myvetlearn.de

http://www.bundestierärztekammer.de/atf/fortbildung/2021/01/e-op-reihe-kleintier-knochen/

 

Pressemitteilung der BTK: Schnelle Hilfe für Hund, Katze & Co.

Die BTK hat den neuen Flyer „Schnelle Hilfe für Hund, Katze & Co.“ erstellt, um Tierbesitzer über den tierärztlichen Notdienst für Klein- und Heimtiere zu informieren. Denn immer wieder landen Fälle beim Notdienst, die auch in den normalen Sprechzeiten hätten behandelt werden können

 

Pressemitteilung

Flyer "Schnelle Hilfe für Hund, Katze & Co"

Ringstudie zum Thema „Prävention der felinen Hypertonie durch natürliche bioaktive Peptide“

Die Technische Universität Dresden ist auf der Suche nach Partnerpraxen, welche sie in der Durchführung einer Ringstudie zum Thema „Prävention der felinen Hypertonie durch natürliche bioaktive Peptide“ unterstützt.

Anschreiben an Tierärzte

Angebote Mitgliederreise

Für 2020 sind durch die Reisedienst Bartsch GmbH die folgenden Reiseziele für die Tierärztekammern in Planung:

• Moskau-St. Petersburg

• Mongolei

• Südafrika

• Thailand evtl. mit Hongkong Verlängerung

 

Interessierte Mitglieder wenden sich bitte an die Geschäftsstelle unter:

Mail: info@ltk-rlp.de

Tel.:06381 429195

Fax: 06381 429196

Ferkelkastration und Tierschutz – Lösungswege für Rheinland-Pfalz

Informationen zum Thema und Präsentationen der Referierenden können Sie unter folgendem Link einsehen.

https://lua.rlp.de/de/service/downloads/tierschutz-tierversuche-tierisch...

Leitfaden zur Konfrontation mit Animal Hoarding

Leitfaden zur Konfrontation mit Animal Hoarding

10-Punkte-Konzept für Amtstierärzte sowie andere betroffene Personenkreise und Institutionen

1. Langfristige Veränderungen können nur von den betroffenen Tierhaltern und Tierhalterinnen selbst ausgehen, sodass im Vordergrund ein fördern der Selbsterkenntnis steht.

2. Die Individualität der Persönlichkeiten und Fälle sind strikt zu berücksichtigen, ein mechanisiertes und schematisches Vorgehen sollte vermieden werden.

3. Es empfiehlt sich, eine zugewandte Konsequenz gegenüber dem Tierhalter oder der Tierhalterin anzuwenden. In der Umsetzung bedeutet das, die Person zu akzeptieren, Abhängigkeiten oder Fehlverhalten hingegen abzulehnen.

4. Im Hinblick auf den Persönlichkeitstyp der der Tierhalter sollten Tiere in einer überschaubaren Anzahl (z.B. kastriert, gleichgeschlechtlich) belassen werden.

5. Die Anwesenheit von Kindern in der Familie erfordert besondere Aufmerksamkeit und großes Einfühlungsvermögen, damit sich die Probleme in der nächsten Generation nicht potenzierten.

6. Durch Vernetzung der verschiedenen Zuständigkeiten (Sozialämter, Jugendämter, Sozialdienste, etc.) können Konfliktlösungen in einer konstruktiven Zusammenarbeit gefunden und umgesetzt werden.

7. Anzustreben ist eine psychologische, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung der Tierhalter. Dafür sind aber sowohl deren Einverständnis als auch Mitarbeit zwingend erforderlich (vgl. Punkt 1).

8. Unabdingbar sind zeitnahe und regelmäßige Nachkontrollen durch die Amtstierärzte. Von grundlegender Bedeutung, aber außerhalb der veterinärmedizinischen Zuständigkeit und deren direkter Einflussnahme, sind die beiden abschließenden Empfehlungen 9 und 10:

9. Zukünftig sind umfassende gesetzliche Vorgaben für die Haltung, das Züchten und Handeln aller Tierarten notwendig. Optimal wären zudem sachkundige oder geschulte Juristen, die speziell für Tierschutzangelegenheiten ausgebildet sind.

10. Für die betroffenen Tierhalter ist eine humanmedizinische Diagnosestellung mit nachfolgender Möglichkeit zur Therapieerstellung erforderlich.

Quelle: https://www.bundestieraerztekammer.de/btk/dtbl/archiv/artikel/9/2012/Animal-Hoarding-Das-krankhafte-Sammeln-von-Tieren.

 

Zeitungsartikel Rheinpfalz vom 05.10.2019

Verfügbarkeit von BTV Impfstoffen

Die StIKo Vet hat in einer kurzen Mittelteilung eine Abfrage unter den einschlägigen Impfstoffherstellern zur Verfügbarkeit von Impfstoffen von Blauzungenkrankheit veröffentlicht. Die Mitteilung findet sich auf der Homepage der StIKo Vet unter www.stiko-vet.de.