Kammerwahlen 2018

Wahlaufruf

 

Wahl zur Vertreterversammlung der LTK Rheinland-Pfalz 2018

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, höre ich Sie stöhnen: wieder eine Wahl! Was sollen wir noch Alles wählen: Bundestag, Landtag, Kommunalparlamente, Bürgermeister, Landräte, Gremien von Sozialeinrichtungen, Beiräte; Die Liste kann fast beliebig erweitert werden. Und nun auch noch die "Tierärztekammer". Wozu eigentlich? Was macht die denn ....außer auf unsere Kosten Sitzungsgelder einzustreichen und Strafen für obskure Verfehlungen verhängen? So einfach kann man es sich machen, wenn man sein Recht auf Gestaltung der beruflichen Daseins über Bord wirft. Das ist m. E. zu kurz gesprungen. Gerade weil wir nur ein sehr kleines Rädchen im bundesdeutschen Alltag sind, benötigen unsere Delegierten zum Durchsetzen eigener Vorstellungen eine besonders starke Rückendeckung, sprich hohe Wahlbeteiligung. Ihr Mandat, in unserer aller Namen zu handeln, muss mit kräftigem Nachdruck abgesichert sein. Nur so können wir unsere Rechte gegenüber der politischen Exekutive und Legislative geltend machen, wie es der § 3 des Rheinland - Pfälzischen Heilberufsgesetzes vorsieht: Dort steht über die Aufgaben der Kammern zu lesen:

"(1) Die Kammern wirken bei den Aufgaben des öffentlichen Gesundheitswesens mit. Sie haben beim Erlass von Satzungen und bei der Wahrnehmung ihrer sonstigen Aufgaben die hierfür geltenden gesetzlichen Vorgaben und das Interesse des Gemeinwohls im Rahmen des öffentlichen Gesundheitswesens zu beachten. Sie nehmen auch die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Kammermitglieder in ihrer Gesamtheit wahr."

Nur mit aktiven Mitgliedern und einem durchsetzungsfähigen Präsidenten, der seine Kammer hinter sich weiß, können wir etwas bewirken. Es darf nicht noch einmal geschehen, dass unser wohlbegründeter Entwurf einer Gebührenordnung aus politischer Opportunität vom Tisch gefegt wird. Eine Mitwirkung bestimmter Kreise wie Tierschutz-organisationen kann - so wie sie derzeit gehandhabt wird - nicht akzeptiert werden, schon gar nicht das Recht zur speziellen beruflichen Gestaltung. Dabei geht es nicht nur um die Höhe von Gebühren.

Auch sollte die Anregung einer professionellen Notfallregelung nicht mit Schweigen übergangen werden. Alle praktizierenden Tierärzte sind zur Notfall - Bereitschaft verpflichtet und müssen das regeln. Wir sollten nicht warten, bis Medien Missstände aufgreifen oder Verbände und Konzerne über kuratives tierärztliches Handeln bestimmen.

Auch wenn in der Delegiertenversammlung die Belange der Praxis im Vordergrund stehen mögen, sind die Mitglieder dennoch in vollem Umfang bereit, Interessen aller Gruppen, Beamte, Angestellte usw. nach Kräften zu unterstützen. Meine Bitte an Sie: Stellen Sie Ihr Wissen und Können der Gemeinschaft zur Verfügung, indem Sie Ihr aktives und passives Wahlrecht ausüben!

Dr. Klaus Göck Hauptwahlleiter

 

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